Remaraweng Boarisch

Viecherl - Tiernamen auf Bairisch

 

"Viecherl" ist die Verkleinerung (Diminutiv) von "Viech" (das Viechlein), ebenfalls die Mehrzahl (die Viecher)

(Viech, Vieh: ahd. fihu,  mhd. vihe, vehe neben vich mit Frikativierung (mehr),
 gotisch faihu)

 

Da Gigglgoggl håt a Henn ghåbt

Und da Gogglgiggl ah,

Sågt da Gigglgoggl zum Gogglgiggl:

Gigglgoggl du de meine ah!

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Geschlecht

Südhochdeutsch

(Oberbegriff)

Bairisch

Nordhochdeutsch

Amphibien, Reptilien, Weichtiere und wirbelloser Tiere

Amphibia, Reptilia, Mollusca, Invertebrata

die

Eidechse

Heudächslein

Eidächslein
 

(Lacertidae)

as Oadachsl [oadachsal],

Fiberl / Viberl [vibal], [viwal] ,
Heidaxl
[haidaggsl], [aidaggsl]

 

Siehe auch Salamander

Eidechse

der

Feuersalamander

Alpensalamander

 

(Salamandra salamandra)

Moltwurm [moidwuam], Molthänslein [moidhansl]; Wegnarr [weegnoa],
Wäignå [wäignɔ]
Wegloter [weegloodda]; Goldwurm [goidwuam]

(mehr)

Feuersalamander

der

 Holzwurm

(Anobium punctatum)

da Wübö

da Hoizwuam

Holzwurm

die

Kaulquappe, Froschlurch,

(nachembryonale Entwicklungsstadien, d.h. Larven der Froschlurche)

 

(Kaul = „Kugel,
dicker Kopf“;
quappe, quabbe =  „schleimiger Klumpen")

as Binterschlegei [binddaschlegei ]

as Kuhllöfferl [kualleffal]

Tschogglnagilä (Anras in Osttirol) Zogglnagile (Hopfgarten in Defereggen)   

Kaulquappe, Unke, Lork, Padde, Quakfrosch

die

Krot
(Pl. die Kroten, Krotten)

 

(ahd. kreta, krota bzw.  chrota, chreta
(Beide Formen mit gebrochnem Vokal, sodass im Stamm Ablautung u und i vorhanden war);

mhd.  krot, krote, krotte, krete, kröte
, krate)

 

Laut Wörterbuch der Gebrüder Grimm

'auch jenseit des gebirges in den sog. cimbr. gemeinden krota Schmeller 139b, in Luserna krôt (krôter m. grosze kröte) Zingerle 39a; daher auch nordital. in der an jene gränzenden vicent. mundart crote (Diez), friaul. crote f. und crott m. frosch, südtirol. crot m. kröte Schneller roman. volksmund. in Südtirol. selbst in wbb. des 18. jahrh. erscheint noch krotte Aler 1245b (dagegen kröte zungengeschwür), Denzler Basel 1716 krott (kröte wie Aler), ja noch Frisch, der in den beispielen zwar nur kröte braucht, setzt als stichwort krote oder kröte  (Stieler kröte und krotte). '

 

(Bufonidae, rano bufo)

Krot vgl. Kröte

mhd. krëte, krot(t)e, krot, kröte;
ahd. kreta, tiefstufig krota;

griech. batrachos;
ion. brótachos (aus bráth-, bróth(r)achos = ,Frosch')

 

Krot [krood], Krote [kroote], Kroten [kroodn], [groon], Kroterer [groodara], [griat], [griatarar]

(siehe auch Ortsnamen)

 

Heppel, Heppin, Heppen, Häppin, Höpping

 

Breitling [broadlen] [broadliŋ]

 

Protz / Brotz/ Broz / Brooz [broods]

aus „protzen“ = sich aufblähen

Vgl. „Protz, protzig, protzen“

 

Da Knedl håt koa Boa

und da Brooz koane Haar

und da Ox kõ ned radlfahrn

des is hoid ganz klar.

 

 

Hetsch, Hietsch, Hietschawabl Hietschweiberl (-wawal)

 

da Datscher (Kröte, Frosch), Tatschka / Tatschga / Taschker

 

Mouman
(nordbairische Lautung von „Muhme“, mittelhochdeutsch „muome“ (Schwester der Mutter, Tante)

die Kröte
(Pl. die Kröten)

die

Schlange

(serpentes)

d Schlång,
da Heckwurm / Heckwurim
(pinzgauerisch, nur noch selten; von mhd. heckenibeißen [höggan=stechen])

Beißwurm (giftige Schlage)

Schlange

der

Schneck

(ahd. sneggo m.,
mhd. snecke, snegge m.)

(Gastropoda)

da Schneck

babbalucio, lumaca, chiocciola

die Schnecke

Federvieh, Geflügel und Vögel

Aves

(Vogel m. gefiedertes, in der Regel flugfähiges Wirbeltier,
ahd. fogal, fugal, mhd. vogel)

der

Adler, Aar, Adelaar

(Aquila)

 

(Aarr - ahd. arn, aro, mhd. ar, arn, gotisch ara, germ. arn- führt mit griech. órnis (ὄρνις) = ‘Vogel, Hahn, Huhn’, Das Wort wurde später verdrängt durch mhd. adelar, nhd. Adler),
 Adler - mhd. adelar(n), adlar, adler)

da Ådler [ɔdla]

Adler

die

Amsel

(Turdus merula)

 

(ahd. Amsla, Amsala,
 mhd. amsel)

d Amuxl

Augstl (Oberlienz in Osttirol)

as Kohlamschl [koi-amschl]

d Omsl

Ongschtl (Thurn in Osttirol)

Amsel Schwarzdrossel

der

Antarer

(männliche Ente)

d Antara [antara]

 

(ahd. anutrehho,
mhd. antreche, antrach, entrech, antreich, entreich = männliche Ente
)

 

(siehe auch Erpel)

Enterich

der

Birkhahn,

(Lyrurus tetrix oder auch Tetrao tetrix)


kleiner Hahn

da Spielhåhn [schpühɔhn]

 Birkhahn

die

Blaumeise

(Cyanistes caeruleus, Syn. Parus caeruleus)

as Blabmoaserl
(lab = lau, graab = grau)

 Blaumeise

der

Dohle,

(ahd. tole, tul,
 mhd. talle)

 

Tähel
(nach mhd. „tæhel“)

(Corvus monedula)

 

Alpendohle

(Pyrrhocorax graculus)
 

da Tähel [daachl], [daache]

(davon abgeleitet ist täheln [daachen],
nhd
. stehlen - mehr
)

Dohle

(siehe auch:
 Raben und Krähe)

der

Eichelhäher

Nußhäher

(Garrulus glandarius)

Boingratsche (Osttirol)

Buengregge (Osttirol)

Eichelhäher [oachehεε-a]

Grängge (Osttirol)

Gratsche (Osttirol)

Nußhäher [nusshεε-a], [uusεε-a],

Nußgackl [nussgackl]
('Gackl' bezieht sich vermutlich auf dessen heiseres Gekrächze)

Tschoje (Osttirol)

Useha (Bad Goisern, inneres Salzkammergut)

Uhseher (Ausseerland, inneres Salzkammergut)

 

Eichelhäher

der

Eisvogel

(Alcedo atthis)

da Eisenkeil

Eisvogel

die

Elster

(Pica pica)

Carcarazza

Alster,

Golster  [goista], [goistan]
(Verbreitung vor allem in Burgenland und Steiermark)

Elster

die

Ente

(ahd. anut, anata (10. Jh.), enita, aneta (11. Jh.),
aus vlat. anata;
 mhd. (m.) ant, ent(e), vgl. antvogel)

 

(Anatidae)

d Antn (Àntn) [antn]

Ente

der

Erpel

(männliche Ente)

 

(Anatidae)

da Ànterer [antera]

 

(siehe auch Antarer)

Erpel

die

Gans

(ahd. gans; mhd. gans; lat. ānser)

(Anser)

d Gåns [gɔns]

die Gans

der

Ganser

(männliche Gans)

(ahd. ganaӡӡo (8. Jh.), ganzo (Hs. 12. Jh.);
mhd. ganze, ganzer, ganser)

(Anser)

da Ganta, Ganser, Ganserer, Ganterich

 

Ganauser ['ga nau sa]

 

Gaunissa ['gau nissa]

Gones [gones] - lungauerisch 
bekannt durch das traditionelle 'Gonesrenna'  ('Gones, Gones, Kikeriki - des letze Paarl her für mi!")
- siehe www.lungauervolkskultur.com)

der Gänserich,
der Ganter

der

Gimpel, Blutfink, Goldfink, Lohfink Dompfaff

(spätmhd. gümpel)

 

(Pyrrhula pyrrhula)

Gümpel [gimpel]

Aus gumpen = hüpfen, hupfen, springen

des möcht die schön gelachen,
das si mir all mein kunst abstilt,
was ich zu voglen hab gelert;
von irem kloben mich bevilt,
des gümpels er zu dick begert
Oswald v. Wolkenstein
(† 2. August 1445 in Meran)

Gerle, Görle (Osttirol)

Tschligga (Osttirol)

Gimpel

die

Goldammer

(Emberiza citrinella)

da Ammerling [ammaliŋ]

Goldammer

das

Gössel, Gänsel

(Gänsekücke)

as Gössl [gissal]

(Plural - de Gössl)

 

as Gansl [gansal]

Gänsekücken

der

Grünspecht,

Gießvogel

(Specht: ahd. speht, speh;
mhd. speht)

(Picus viridis)

 

 

da Giassavogl, Giaßvogel Gißvogl

(dessen Ruf Reget kündigt. Gießen sind Trockenflußbetten.)

Gießvogel nennen man auch den Bergfink und den Kibitz.

 

(ahd. speht, auch speh (9. Jh.), mhd. speht,
mnd. specht = Specht

Nach den jeweils vorherrschenden Gefiederfarben werden unterschieden zwischen z.B.
Grünspecht, ahd. gruon(i)speht;
mhd. gruon-, grüenespeht,
Buntspecht  und Schwarzspecht)

Grünspecht

der

Habicht

(ahd. habuh, hapuh, habich; mhd. habech)

(Accipiter gentilis)

Habicht [hɔɔwech], [hɔɔwe], [haawe],
[heenahɔɔwe(chd)]

Haacht

Geia (Hühnerhabicht)

Habicht

der

Hahn (Håhn)

[hõõ], [hãã], [hãna]

(ahd. hano = Hahn)

 

(ein männliches Haushuhn
oder das männliche Tier diverser anderer Vögel)

 

gaddrinu

 

da Gickariki [giggariki]

 

Gicke(r)l (as oder da)

Gigerl, Gickal / Gickerl [giggal], [giggae]

bzw. Gickerlhahn [giggal-hõõ]

(zu lautmalend gigetzen, gigatzen = gackern)

 

Gocke(r)l (as oder da)

Gockal / Gockel [gɔggal], [gɔggae]
bzw. Gockalhahn
[gɔggal-hõõ];

Gigglgoggl [giggal-gɔggal];

Gogola, Guggl

 

Hauhdidl / Hahnigl,
Kikeriki, Kopp

(mehr)

Hahn

der

Haushahn

(Gallus gallus domesticus)

Kikeriki

Haushuhn

die

Henne

[henn]

(ahd. hanina = Hähnin)

gaddrina

Heahn [heahn] , Hehna  [hena]

 

Henne

das

Hendl
(ein kleines Huhn)

siehe auch Küchlein

Hendl, Henderl,

(= Henn  + <l> mit Sproßvokal <d>) -  (mehr)

(mhd. hüenlîn, Verkleinerung von huon = Huhn)
Hea(n)l, Healle

Hähnchen

der

Hendljunge

Hendljunge

Hühnerklein

der / die

Kauz

 

(frühnhd. Kutz(e),
Kautz(e) m. u. f
)

 

(Strigidae, Gattung Strix)

Moosbock

Kauz

das

Küchlein

 

siehe auch:
 Henne und Hahn

as Biberl [biwal],Pieperl [pipal], Bibihendl

Buiserl, Buiwerl [buiwal]

Gruserl [grusal] (vgl. 'gruserlgelb' = gelb wie ein Gruserl)

Herl [heal], Headei [headae]

Liberl (liwal]

Singerl [singal]

Wutzerl [wudsal], Wusal, Wuserl [wusal]
(Entenkücken)
(1. Kücken, 2. Weidenkätzchen, 3. Säugling)

Ziberl [ziwal], Ziapai [ziapai]

(Hühner-) Küken

(mit langen <ü>)

der

Kuckuck, Kuckuk

(Cuculus canorus)

da Guck / Gugu bzw. de Gückin

da Gugatza
(und sein Rufton, den 'Gugatzer'
[gugadsa], wenn er  'gugatzt',

daher das Hochdeutsche Wort 'gucken' oder 'guckezen' [ahd. guckōn, mhd. gucken = ‘wie ein Kuckuck rufen’])

Kuckuck

Die Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae) mit insgesamt 42 Gattungsarten, wie z.B.
der Kolkrabe (Corvus corax), die Aaskrähe (Corvus corone),
die Saatkrähe (Corvus frugilegus) und die Dohle  (Corvus monedula)

Carcarazza

Quelle: Kleiner Bayerischer Sprachatlas (Karte 92 Bezeichnungen für Rabe/Krähe)

(Krähe / Rabe)

 

 

die

Krähe

ahd. krâwa,

Krâ, krâa [krâ-a] - mit Hiatus

 

mhd. krâ, krâhe, krâwe,
kreije, kreige

kraeje, kreie, krowe

Kra, Kro, Kråå(n)

 

Graa, Grou, Grou-a, Gro-a, Groon, Groon, Graan, Grü

 

Gråg,Gråge

Kroog (Lechrein), Grooch (am Inn)

der

Rabe

ahd. (h)raban,
(h)rappo

 

mhd. rabe

Rååb, Roob [rɔɔb] Råbm [rɔɔm] - (Langvokal)

Råbb, Robb [rɔbb], Rab [rɒb]  - (Kurzvokal)

 

das

Mäusebussard

(ahd. Buse (= Katze) + aar (= Adler);
Lateinisch
Buteo = Mäusefalke

(Buteo buteo)
slawisch luunitš

Kåtzenådler, Katzenadler [kɔdsnɔdla]

Hack (Lustenau, Vorarlberg)

 Hennengeier (Osttirol),

Lunitsch(Osttirol)

Stachgeier (Osttirol)

der Mäusebussard

das

Mauersegler

(Apus apus)

Speier  [speia]

Spyr, Spyre

Speira  [speira]

Turmschwalbn [tuamschwaim]

der Mauersegler

das

Rotkehlchen

(ahd. rotil, rotilo =  aus dem das neuhochdeutsche alemannisches Wort „Rötele“ beruht)

(Erithacus rubecula)

as Routmanndl

as Routkröpfei (Gosau, Salzkammergut) as Röetprantele (Matrei in Osttirol)

as Bröündrettele (Prägraten am Großvenediger)

das Rotkehlchen

der

Spatz

(Ahd. sparo;
mhd.  spaz, spatze)

(Passer domesticus)

da Spåtz [schbɔɔds]

Sperling

der

Specht

(Picidae)

da Baumhacke,
as Baumhackl, Bamhaggl (Baumhackel),

da Bamklopfer (Baumklopfer)

 

(siehe auch Giassavogl / Grünspecht)

Specht

der

Sperber, Stößel, Stößer

(Accipiter nisus)

Stößel [schdεssl], Stößa / Stößer [schdεssa] oder Taubenstößer
[daumschdεssa]

Sperber

der

Spielhahn, Birkhahn, Kleiner Hahn, Schildhahn

 (Tetrao tetrix)

 

 Auerhahn

(ahd. ūrhano, orrehuon, urhuon)

(Tetrao urogallus)

 

da Schildhåhn [schuidhõ]

Spielhahn, Auerhahn

der

Distelfink
(Carduelis carduelis)

(Der lateinische Name spielt auf die Lieblingsnahrung - Distelsamen (carduus = Distel - an)

cardellino, caddiddu

 Stieglitz

(mhd. stig(e)liz, stig(e)litze,
mnd. stēgelitze, stēgelisse, Entlehnung aus dem Slawischen, einer frühen Form von slowen. štígelc bzw. einer Vorform mit g- Lautung von  stehlec
)

 

da Distelfink [distlfink]

da Stieglitz [schdiiglids]

Distelfink, Stieglitz

der

Tannenhäher

(Nucifraga caryocatactes)

da Gratsch (Pitztal, Tirol)

Nußheer (alte Schreibweise für Nußhäher)

Nußkrenge (Hohe Tauern, Osttirol)

Nussbicker, Nußbrecher, Nußbretscher (erwähnt in Gesner Hist. avium)

Nussbeißer (m.), Nusstschagele (m.), Nusstschargel (m.), Nussgrankerl (m.), Nusserl(n.) (Steiemark)

Nussgrutscher (Tirol)

Nussgranggl (Kärnten)

Nusskrackl (Kärnten)

Ziamratschn (Bad Goisern, inneres Salzkammergut)

Zirbenheher [zirmheha] (Steiermark)

Zirmkråge (Zirbelkrähe) (Tirol)

Zirmgratsch (Tirol)

 

('Ziam' ist mundartliche für Zirbe - mehr, da der Tannenhäher sich vornehmlich von Zirbelkiefernsamen ernährt)

 

Tannenhäher

der

Truthahn
(resp. das Truthuhn)

 

(Meleagris gallopavo)

da Bibgockl oder Biwagockl bzw.
d Bibhenn oder Biwahenna;
Indian; Türkisches Huhn

Poger (Burgenland)
(von „bibbern
"=am ganzen Leib zittern)

Pute

der

Zaunkönig

 (Troglodytes troglodytes)

 

Zaunschloiferl [zaunschloifal]

Zaunschlupferl [zaunschlupfal]

Zaunschliefer [zaunschleifa]

Kinicherl [kinichal]

Kinigl [kinigl]

 

 

 

Zaunkönig

der

Uhu
(Der Uhu (Bubo bubo) ist eine Vogelart aus der Gattung der Uhus (Bubo), die zur Ordnung der Eulen (Strigiformes) gehört. Der Uhu ist die größte Eulenart.)

 (Bubo bubo
Ital. - gufo reale)

 

Aufe

Buhu

Buhin

Buchiza

Naufe

Kinigl

 

 

 

Uhu, Eule

(veraltet: Jutzeule, Huw, Huher, Nachthuri, Adlereule und Großherzog)

der

Wiedenhopf

 (Upupa epos)

 

Popitsch (Osttirol)

Pöpitsch (Osttirol)

Wiedenhopf

Petri heil! - Fische

Pisces

die

Brachse

(Abramis brama)

(mhd. brechsen = glänzen)

d Brachs(n)

da Bracks

Brachse

der

Aal

(Anguilla, Anguillidae, von lat. anguilla „Aal“, Diminutiv von anguis „Schlange“)

da Ai [Åi]

Aal

die

Karausche
(Oberdeutsche Namen:
Garusse, Gareiß, Gareißel;
 Andere Namen: Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Moorkarpfen, Gareisle, Guratsch, Burretschel und Kotbuckel )

(Carassius carassius) ahd. karas

d Gareis [gareis]

d / as Goareisl [goareisl] (Burgenland)

Karausche, Krunske

die

Aalrutte, Quappe

(Lota lota)

Aalraupe [aalraupe]

Aalrutte [aalrutte]

Rutte [rutte]

Quappe [quappe]

Trische [drische], Treische [dreische] (Schweiz) 

Trüsche [trüsche] (Bodensee)

Qualppaal

der

Fisch

(Pisces)

da Fiisch
(Plural - de Fisch)

Fisch
(Plur. die Fische)

die

Elritze, Bitterfisch, Maipiere, Pfrille

(Phoxinus phoxinus)

d Pfrille [pfrille]

Elritze

die

Forelle

(Salmo trutta)

(ahd. for(a)hana,
mhd. forhele Nebenform von mhd. forhe(n))

d Ferchn [ferchn]

Forchen, Ferchen, Verchen, Verchlen, Verhen, Verchlein, Vorchen, Vorhen, Vörchen, Vörhen

d Forellen [forölln] [foräin]

Forelle

die

Bachforelle

(Salmo trutta fario)

 

d Bachforellen [bɔchseeforölln] [bɔchforäin]

Bergforelle, Flußforelle,Teichforelle, Steinforelle, Waldforelle, Alpforelle, Weißforelle, Schwarzforelle und Silberforelle

Bachforelle

die

Seeforelle

(Salmo trutta lacustris)

d Kärntna Låxn [lɔxn] (Kärnten)

Lachsforelle (Lachsferch), Lachsl, Seelachs, Silberlachs, Grundforelle

d Seeforellen [seeforölln] [seeforäin]

Seeforelle

der

Huchen

(hucho hucho)

(mhd. huochen)

da Donaulachs [duona-lachs]

Donausalm [duonasalm]

da Huacha [huacha]

da Hauch [hauch]

Hüchl [hüchal]

da Rotfisch [roatfiisch]

Huchen

die

Renke, Reinanke

(Coregonus maraena, Corregonus wartmanni)

d Renke

d Reinanke (mhd. rînanche- "Anke des Rheinsaus" wo Anke, m. butyrum, ahd. ancho, mhd. anke = "Butter")

Blaufelchen

Felchen (Bodensee)

Renke

der

Flussbarsch
(Perca fluviatilis)
Barsch
aus lat. barbus = bärtig

Bürsterer [birschtarar]

Bürstling [birschliη]

Birschling [birschliη]

Berschling [berschliη]

Peter [bëta]

Flussbarsch

der

Saibling,
Salm

(Salvelinus)

(ahd. u. lat. salmo = Lachs)

Aitel [aitel]

Salmling [salmliη]

Sälmling [sälmliη]

Saimling [saimliη]

Saiblinge

der

Zander

(Sander lucioperca)

Fagosch

Schill [schüll]

Schillen [schülln]

 

Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul

der

Waller, Wels

(Silurus glanis)

da Waller

da Schaidfisch [schoadfiisch]

as Schaidl [schoadl]

da Schaden [schaan]

Waller, Wels

die

Äsche

(Thymallus thymallus)

(ahd. asco,
mhd. asche,
lat. umbra = Schatten)

d Äsche, da Ascher, Äschling / Eschling
der (da) Asch [Àsch]

 

Spränzling, Sprätzling, Sprenzling, Sprengling, Sprönzling, Sprötzling,

Federäschen, Springer

Äsche

Insekten

Insecta

(Insekt - vom lateinischen Verb insecare = einscheiden, zerschneiden, nach der deutliceh Segmentierung (zwischen Kopf, Brust und Hinterleib) ihrer Körper benannt, z.B., Ameise "die in Abschnitte geteil ist", nhd. kerbtiere)

die

Ameisn

(Formicidae)

Orawessn

[ɔɔmoass], [ɔɔmessn], [ɔɔmass]

Ameise

die

Biene

(Apiformes)

 

(ahd. bini, bīa, bīna,  bian;
mhd. bīe, bin, bīn;
nhd. (in oberdeutschen Mundarten) Beie = Biene
)

Imme: Imm, Imp, Imbm

(Pl. Immen [imbbm])

(ahd. imbi m. ‘Bienenschwarm’;
mhd. imbe, impe, imme, imp ‘Bienenschwarm, Bienenstand, Biene’;
 

Vgl.

Bisimperer (mit Lautform bi für 'der Bien')

Impenkorb, Imbmkårb, Impfass(l), Impsumper(er) = Bienenkorb (mhd. bīnkorp)

Imbhittn = Bienenhütte (ahd. hutta; mhd. hütte)

Sumber, Sumper(er) = eng geflochtener Strohkorb,  Getreidemast

 

Bei(n):  Bei, Beiñ, Peie

Beinvogel: Beinvogl, Beinvogel, Beivogel, Beivogl [bẽĩvoogl],
Boa(n)voogl
[boãvoogl]
(Pl. Beinvögel: Beivegl, Beivögö,
Boa(n)veegl)

(1. Bestandteil zu mhd. bīe, bin, bīn = Biene, d.h. 'Bienenvogel')

Vgl. Beinstock = Bienenstock (frühnhd. peinstoc)

 

Waisl, m. (Bienenkönigen)

 (ahd. bīmuoter, wīsil, wīso)

 Biene

die

Bienenkönigin

Woasl

 Bienenkönigen

die

Brem

(Nematocera)

Brem (Blinde Brem, Krezbrem)

Plr. Bremen [breeman]

 Bremse, Mücke

der

Falter

(aus "flattern" vgl. Mittelhochdeutschen vīvalter
= der die Flügel Schwingende;  Althochdeutsch fifaltra; Ital. farfalla)

 

(Lepidoptera)

Bai(n)fåitern (Bainfåitern, Baĩfåitern)

Salzkammergut/OÖ

Buttervogel

Salzburg, Oberkärnten, Unterinntal

Draifålter

Passeiertal/ Südtirol

Faifålter, Fifålter

Pustertal/Tirol

Fåita

OÖ, NÖ, Flachgau

Faivoter

Pongau

Falderle

Oberinntal/Tirol

Faltarle

Lesachtal/Kärnten

Fålter

von Tirol bis in die Steiermark

Flaichmuata

Kitzbühel/Tirol

Flander, Flanderle

Tirol

Fletteretzn

Kärnten, Steiermark

Flettole

Lesachtal/Kärtnen

Flotter,  Flatterle

Südtirol, Kärnten, Obersteiermark, Südtirol

Flottermaus

Osttirol

Liachtfipa

Stainz/Weststeiermark

Pfaichmuata, Faimuata

Unterinntal

Pfaifascht

Voitsberg/ Steiermark

Pfaifhålter

Mölltal/Kärnten

Pfaifmuata, Feilmuata

Zillertal

Pfailm

Unterinntal

Schratl, Schretl

Pustertal, Osttirol

Summervogel

Lechtal/Tirol, Burgenland

Wai(n)fåita (Wainfåita, Waĩfåita)

Mühlviertel, süd/. NÖ

Wai(n)flanderer (Wainflanderer, Waĩflanderer)

Galtür, Oberinntal

Aus der Mundartsammlung von Dr. Ingeborg Geyer, veröffentlicht in Servus Magazin, Juni 2011

Schmetterling

der

Floh

(Siphonaptera)

da Floh
(Pl. de Fleh)

 

da Flåch (Pinzgau)

(Pl. de Fleech)

Floh
(Pl. die Flöhe)

der

Heuschreck

Heuschneider

Heuschneck

Heuhüpfer

 

Langfühlerschrecken (Ensifera) Kurzfühlerschrecken (Caelifera)

Springschrecken (Saltatoria)

da Heusschreck

[haischrεgg],

Heuschneider

[haischnaida],

Heuschneck

[haischnεgg],

Heuhupfer

[haihubbfa]

die Heuschrecke

der

 Horniss

(ahd. hornaz)

(Vespa crabro)

da Huanaus, Hulass, Humaus, Hunas,

Huinaus, Huanais, Huanais, Hurnaus, d Hunischn

die Hornisse 

der

 Hummel

(ahd. humbal m., humbalo m.,
humbala f.,
mhd. humbel, hummel m.)

(Bombus)

da Hummel

d Huume

die Hummel 

der

Laus

 

(allgemeiner Begriff für:

Kopflaus (Pediculus humanus capitis),

Kleiderlaus (Pediculus humanus humanus)
Körperlaus (Pediculus humanus corporis)

 Filzlaus bzw. Schamlaus (Phthirus pubis)

da Laus
(Pl. de L
eis)

Laus
(Pl.
die Läuse)

das

Leuchtkäfer

(Lampyridae)

Sonnwendkäfer  [Sunnawendkeferl]

Johanneskäferl [Johanneskeferl]

Glühwürmchen, Glimmraupe, Glimmwurm

der

Marienkäfer, Frauenkäfer

(Käfer: ahd. kevur, kever, kevar, kevura, kevera, kevuro, kevero;
mhd.  kever, kevere
)

 

(Coccinellidae)

as Himmlkual

Marienkäferchen

der

Ohrwurm

[ouanwuam]

Ohrenhöler [ouanhoi], Ohrenwuzel [ourwuudsl]  Ohrenschlieffer [ouanschliaffa] Ohrengrille [ouangrii],
Ohrenkäfer
[ouankεεfa],
Ohrenzwicker
[ouandswigga] 
Zwickwurm [dswiggwuam]

Ohrwurm

die

der

1. die Schoben, Schabe

der Schab

 

2. Küchen- und Brodschabe

d Schåbm [schɔbm]

da Schåb [schɔbb]

1. Motte

(Kleidermotte, Nachtfalter)

(Tineidae)

Frühnhd. mott, mothe (15. Jh.), aus mnd. mnl. motte, mutte (nl. mot), eng. moth, dringt (befördert durch Luthers Bibelübersetzung) in die Literatursprache ein und tritt neben oberdeutsch Schabe

 

2.  Küchschabe

(Blattodea)

 abgeflachtes, käferähnliches, lichtscheues Insekt, ‘Kakerlak’. Ahd. scabo (m.), scaba (f.)
Vgl. ‘Schabeisen’, mhd. schabe (f.) ‘Schabeisen, Hobel, Spreu, abgeschabte Stelle am Gewand’

der

Schmetterling

(Lepidoptera)

Beiñfaltån

Schmetterling

die

Gelse
(mhd. gêllen, gêlsen = laut tönen)

 

Stechmücke

(mhd. mücke, mucke, mügge, mugge;
ahd. mucca, mugga, muck)

 

 

Staunze(n), Staunse

 

 

 

 

Stänze

 

Schnacke
(spät-mhd. snâke)

 

Gelse [gεissn],
 
[göessn],  [geddsn]

 

 

 

Muckn

[muggŋ]

 

 

Stanze [schdãũ(n)sn],[schdãũdsae]

 

Staunze [schdau~dsn],
Stänze
[schdanddsn],

Stautzn [schdau~dsn]

 

 

 (da) Schnak

[schdaggŋ]

 

Fransch [fransch]

die Schnake

 

(lat. Culicidae)

die

 

d Wepse

 

da Weps, d Wepsn, Woiss, Woissn, Wöschpn, Weß [wεss], Wabbs, Gwapst

Wapsn

Wespe

der

da Weps
(mhd. webse, wefse)

(Vespinae, Vespula vulgaris)

der

Zeck

(ahd. zecko m.,
mhd. zecke, zeche m. f.)

(Ixodida)

da Zeck

die Zecke

der

Zitronenfalter

(Gonepteryx rhamni)

da Budavogl ("Buttervogel")

Projektleiter

der Zitronenfalter

Säugetiere

Mammalia

der

Aff

(Anthropoidea, Simiae oder Simiiformes)

da Aff

Affe

das

Eichkätzlein, Eichkatzl, Eichkatzerl

(Sciurus vulgaris)

as Oachkatzl, Oachkatzerl [oachkadsal], Oachal [oachal]

Eichhörnchen, Eichkätzchen, Eichkater, Katteker (neiderdeutsch)

das

Fackel [fackl]

(junges Schwein)

 

(Suidae)

as Ferkl, Fadl
Butscherl
Negerl

Fock / Fackö / Fackl (ahd. farahelîn = Ferkel)

Suckl
(
von suckeln = saugen oder lat. succula =   'Schweinchen')

 

Urgal/Uregerl
(im Wachstum zurückgebliebenes Ferkel)

Ferkel

das

Füllen, Fohlen

(got. fula u. ahd. fulo)

 

 Heiß

(mhd. hiuze=munter, frech)

 

Rößlein

(Verkleinerung von Roß, Pferd, althochdeutsch: hros = Roß)

 

(junges Roß bzw. Jungtier der Familie Einhufer (Equidae) und Kamele (Camelidae))

Fillei [fillae]
 

(Plural - de Fillala) - Lungauerisch
 

Hei(n)ss, Heiss, Heisserl,
(Aussprache auch:
[hãĩss] und [haasn])

 

Ressl (Rößl)

Fohlen
(junges Pferd)

die

Gurre

 

(bissiges Roß, schlechte Stute)

 

 

(vielleicht aus spätlatein. currus = der Wagen sowie das eingespannte Pferd davor, d.h. das Gespann)

 

d

Gurre, Gurrenm Gurrn

Vgl. Bißgurrn, Bissgurrn = zänkisches Weib, "stutenbissig"

(nicht wie oft fälschlicher Weise als "Bissgurke" geschrieben)

(schlechte Stute) [Stute ahd. und mhd. stuot= eine Herde von weiblichen Pferden]

die

Gams

(sowie Gamswild, Gamsräude, Gamsbart etc.)

(spätlat. camox;
ital. camozza,
ahd. gamu
ӡ; mhd. gamӡ)

(Rupicapra rupicapra)

d Gams, Gambs

(Plural -  de Gamslan oder Gamserl)

die Gemse,

die Gämse

die

Geiß

(ahd. geiӡ, mhd. geiӡ)

(Capra)

d Goaß [goass]

(Plural - Goassn, Geas)

die Ziege

das

Geißkitz

Siehe aus Kitz
 

as Hedl [hedal], Hetzerl [hedsal]
Goaßkitz
[goasskids]

Ziegenkitz

der

Geißbock

da Goaßbock [goassbogg]

Ziegenbock

die

Giraffe

(mhd. schraffe, aus arabisch ğurāfa)

(Giraffa camelopardalis)

 

d Giraffe [schiraffe ]
(mit stimmhaftem Anlaut)

Giraffe
(mit g im Anlaut)

der

Häuter,

Krampen

 

(altes Roß)

da

Haidda, Haiter;

Grombbm

(altes Pferd)

das

 Hengstfüllen

Junges Pferd

 

(siehe auch Fohlen / Füllen)

da Heiß [haiss], [hãĩss], [haissn] -
(zu mhd. hiuze = munter, frech)

 

as Rössl [ressl] (siehe Ross / Pferd)

Hengstfohlen 

die

Heppe,
(Diminutiv:
das Heppelein
)

(junge Geiß)

da Heberl, Häwal

Ziegenbock

der

 Hirsch

(Cervidae)

da Hirsch

Hinde-   Hirschkuh.
Hirz   Mhd. hirz "Hirsch"

Hirsch

der

Hund

(ahd. hunt, mhd. hunt, goth. hund)

(canis )

da Hund [da hund]

Plural - die Hund [d hunt]

Hund

der

Iltis, Waldiltis, Steppeniltis 

 

(Raubtierart aus der Familie der Marder[Mustelidae]).
 

(Mustela putorius)

da Ölgaß

Iltis, Waldiltis,

Ratz ,Stänker

die

Jungkalb, bzw. Kalbinnen

 

(ahd. kalb, mhd. kalp)

Koima, Kålmerl, 
Khalbm bzw. Khalbbin

Jungkuh
(mehr als einjähriges weibliches Kalb)

das

Kalb, Jungrind

as Kaibi, Kaibl,  Kaiwö, Kaiwe, Keibal,

da Gaitling (einjähriges Kalb)

 

Galtlinge

Im Tiroler Karwendel Rinder, die älter als ein Jahr sind; Vorstufe von Kalbin

Galtvieh

In Tirol Rinder, trocken stehende Kühe, Ochsen, Stiere (Bullen), Kälber. Galt (ahd.) "unfruchtbar".

Jährling

In Oberbayern Ausdruck für ein Jungrind im Alter von 7, 8 Monaten bis zur Trächtigkeit . Im Leitzachtal auch Jährige

Jungkuh

Kuh, die das erste Kalb bekommen hat.

Jungrindl

Rind im zweiten Lebenjahr.

Terz

[mhd. terz, aus lat. fertius = Dritter dreijähriger Ochse oder ein Stierkalb, das noch nicht ins Joch gespannt wurde]

 

Kälbchen

(Sprössling von der Kuh und vom Stier)

die

Katz

(ahd. chazza, mhd. katze)

(Felidae)

d Kåtz [kɔɔds]

Plural - d Kåtzn [kɔɔdsn]

Katz

das

Katzerl

(Verkleinerung von Katze: ahd. chazza, mhd. katze)

(Felidae)

as Katzerl, Mudl, Mutzerl, Muzerl

Kätzchen

das

Karnickel

Namenetymologie wahrscheinlich aus lateinischem Wort cuniculus, griechisch kuniklos, was eigentlich 'unterirdischer Straßenkanal' oder 'Tunnel' bedeutet.

Als Karnickel werden mehrere Gattungen und Arten aus der Familie der Hasen (Leporidae) bezeichnet.

 

 (Cuniculus)

da Kinihas, Kiniglhas, Küniglhas, Kiniglhos, Kün(i), Chinigl (südbair.)

Kaninchen

das

Kitz

(germ. kittína,
altnordisch kib, dänisch/ schwedisch/ englisch kid,
ahd. chizzí) = Jungtiere von Rehen, Geißen (Ziegen), Gämsen und Steinwild in ihrem ersten Lebensjahr)

as Hudel - weibliche Ziege, Reh, auch abwertend für Frau
 

as Hettel [heedl] - Ziegenkitz; wildes Mädchen
 

as Hiedl - weibliches Kitz

Kitz

die

Kuh

(Pl. die Kühe)

 

(weibliches Rind, nach dem ersten Kalben)

(ahd. kuo, mhd. kuo)

 

(Bos primigenius taurus)

d Kuh [kua]

 

Mehlzahl:

d Küahlan / Kiahlan / Kiah

Kuh

(Pl. die Kühe)

das

Lämmlein

(Verkleinerung von Lamm, Bezeichnung für das juvenile Tier eines Schafes;
ahd. lamb;
mhd. lamp, lam
)

 

 

Schafe (Ovis), eine Säugetiergattung aus der Gruppe der Ziegenartigen (Caprinae).

Siehe aus Geiß
(
Hausschaf:
Ovis orientalis aries)

as Lammpl,
Külwerl
(junges weibliches Lamm [Schmallamm], sobald es geworfen hat,
wird es
ein
Aa (Mutterschaf")

Lämmchen

der

Maibock

Jährling, Jährlingsbock

Schmalreh

(Reh, ahd. rēh, rēho;
mhd. rē(ch) (Gen. rēhes
)

(Rehbock, ahd. rēhboc, rēhbockilī(n);
mhd. rēchboc
)

(Rehgeiß, ahd. rēhgeiӡ, ;
mhd. rēchgeiӡ)

(Rehkitz, ahd. rēhkizzi;
mhd. rēchkitze)

 

(Capreolus capreolus)

as Bockkitz [boggkids]
(Jährling = einjähriger Bock, männlich )

 

Schmalgeiß [schmoigoaß]
(Schmalreh = einjähriges Geißkitz, weiblich)

 

Reh, Rehwild

der

Marder

(ahd. mardar, mard;
mhd.   marder, merder, mader,
mart)

 

(mustela martes, Mustelidae)

da Mada [maada], da Moda [moda]

Marder

der

Maulwurf

ahd. mūwerfo:
mhd. mūwerf

da Scher [schea], [schε]

 

(von 'Schermaus' oder 'Scharrmaus')

Laut Wörterbuch der Gebrüder Grimm

Übertragen von einer ausländischen mäuseart, mus aspalax, die nach art des maulwurfs die erde aufwirft. Nemnich. Oken 7, 709. das wort ist eine durch angleichung an scharren entstandene umbildung von schermaus, mhd. schermûs, welches man sehe.

Maulwurf

das

Murmeltier

(Marmota)

 

lat. murem montis (Akkusativ zu mus montanus, d.h. Bergmaus)

Ahd. murmunto,

später Murmunto-Tier

Mankel, Mankei, Manggei, Manngai
[Man·kei]

Plural: [Man·kei·en]

Murmeltier

das

Mutterschaf

siehe Schaf

Aa

mhd. ouwe

 Mutterschaf

das

Mutterschwein

(Suidae)

siehe Schwein

 

d Loas, Lous Nosching, Facklsau, Fadlsau

 

(siehe auch Sau)

Mutterschwein

das

Maultier

ahd. + mhd. mūl (m.)

 

(lat. mulus = Maultier)

as Muli

Maultier

(Kreuzung zwischen Pferdestute und Eselhengst)

der

Ochs

da Ox

Ochse

der

Ratz

lat. raptus, rapidus aus rōdere ‘nagen, benagen, verzehren’; mlat. ratus (12. Jh.);
Ital. Ratto (m.)

 

der Ratz, die Ratze (beides Oberdeutsch)

Ahd. ratza;
mhd. ratz(e)

 

die Ratte (Niederdeutsch)

Ahd. ratta;
mhd. rate, ratte

 

(Rattus)

da Råtz [rɔɔds]

Plural -die Råtzen [rɔɔdsn]

die Ratte

der

Rammler

spätmhd. rammeler, remler (siehe rechts)

da Rammla

 

(vgl. rammln, rammeln, remmeln von mhd. rammeln, ahd. rammalon, rammalōn, remmilōn  = stoßend drängen; bespringen, begatten; Paarung bei Hasen und Kaninchen, sich paaren

männlicher Hase oder männliches Kaninchen

das

Reh

ahd. rēh (n.), rēho (m.), mhd. rē(ch)

 

Rehbock m.

Rehgeiß f  (siehe auch Geiß)

Rehkitz n (siehe Kitz)

as Reh, Hreh
(Plural: de Reh)

das Reh
(Pl.
die Rehe)

das

Roß

 

(ahd. vros, hros,
mhd. ros, ors)

as Roos, Hroos (aspiriert- mehr), Roosei

 

Plural: d (H)ressa oder d (H)roos,
 d Rossei

das Pferd, der Gaul

die

Sau

(das weibliche Zuchtschwein)

 

(Suidae)

mhd.

Los (mhd. lôse)

[loas]  -  mittel-/südbairisch
[lous] - nordbairisch

 

Nasch (Pl. Nanschn)

 

Pansch

 

Wuggal / Wuckal (Schweindl)

 

Zuchtl (Pl. Zuchtln)

die Sau, das Schwein

der

Saubär

(Suidae)

da Saubär, Bär oder Bän

Bä (sing.), Bärn (plur.)

 

Bagl, Barg, Barch
(mhd. barc = junger kastrierter Eber)

Eber
(männliches Schwein)

ahd. ëpar

das

Schaf

(ahd. scâph, mhd. schâf)

 

 

Schafe (Ovis), eine Säugetiergattung aus der Gruppe der Ziegenartigen (Caprinae).

as Schaf (Schreibweise bei Schmeller: schâff)
 Schafl, Schafei (Verkleinerung)

(Plural: de Schaf),

Happ, (Südtirol)

Huder

das Schaf
(Plur. die Schäfe)

das

Schäflein

(Verkleinerung von Schaf)
 

as Beetzl, Bezerl, Bezal; Bosch

das Schäfchen

der

Siebenschläfer

(Glis glis)

mhd. die siben slāfære (Pl.)

as Bücherl [biachal]

der Siebenschläfer

das

Schwein

(Suidae)

ahd. + mhd. swīn

Fock / Fackö / Fackl Butsch

da Barg (auch grobes Schimpfwort für eine Frau, die sich ordinär benimmt)

das Schwein

der

Stier

(männliches Zuchtrind, junges männliches Rind’

(Ahd. stior; stūr(r)i,
stiur(r)i
'stark, stattlich;
mhd. stier

griech. táuros (ταῦρος),

gotisch stiur

lat. taurus,)

(Passer domesticus)

 

da Stier [stia]

as Bummerl [bummal]

Bulle

das

Stierkälbel,

Stierkalb

(siehe auch Stier)

Koima
(Kalma / Khalbm)

zweijähriges Rind

der

Tatzelwurm Tatzelwurm Dazzelwurm Springwurm Stollenwurm Beißwurm

(heloderma europaeum)

da Tatzlwurm [tadslwuam]

da Haselwurm (Tirol)

Mollwurm (Oberkärnten)

Praatzelwurm / Pratzlwurm (Oberkärnten)

Legerwurm (Salzkammergut) Natternstutz (Trauntal)

Stock (Steiertal)

Bergstutz (Salzburgerland)

Waldstutz (Hochschwabgebiet)

 

keine Angaben

die

Wachholderdrossel

(Turdus pilaris)

da Krammetsvogel

Wachholderdrossel

der

Widder

ahd. widar, mhd. wider

da Widda , Wida
(ein
Bauner ist kastrierter Widder)

Widder

das

Wiesel

(Mustelidae)

ahd. wisula (f.);
mhd. wisel(e) (f.)

 

(siehe auch Marder)

Wiesl,

Haml, Harml, Harmle

Wiesel

das

Viech

ahd. fihu,

mhd. vihe, vehe neben vich

as Viech (Singular)

as Viecherl (Diminutivum)

de Viecher (Mehrzahl)

Vieh

der

Wolperdinger

lat. fabulosa creaturae Bavaricus

 Oibadrischl [oibadrischl]  (Niederbayern)

 Rammeschucksn [rammeschucksn]  (Oberpfalz)

da Raurackl [rammeschucksn]  (Oberpfalz)

da Wolperdinger, Wolperdinger, Woipertinger, Woiperdinger, Volpertinger, Walpertinger, Wulpertinger [woipadiηa]

Kreißl, Hirschbockbirkfuchsauergams

 ,

 

 Quellen:

  1. Das Projekt Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)

  2. Basst scho! (Band 1-3)

  3. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

  4. Drent und herent. Dialekte im salzburgisch-bayerischen Grenzgebiet, Hannes Scheutz et al

  5. Lungauer Dialektwörterbuch alphabetisch (Querschläger)

  6. Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich

  7. Pinzgauer Mundart (Lexikon Wörterbuch)

  8. Nationalpark Hohe Tauern - Dialektplattform

  9. Österreichische Bundesforste

  10. Dialektsammlung Gosauer Mundart, Paul Gamsjäger

  11. Die Bedeutung historischer Vogelnamen - Nichtsingvögel, Band 1,  von Peter Bertau

  12. Die Bedeutung historischer Vogelnamen - Singvögel, Band 2,  von Peter Bertau

  13. Deutsche Vogelnamen, ihre Herkunft und Bedeutung von Hugo Suolahti

  14. Österreichischen Fischereigesellschaft

 

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Seite zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2017

 

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