Elternhaus und Schule müssen unseren Kindern vermitteln, daß die fränkischen, schwäbischen und bairischen Mundarten ihren gleichberechtigten Platz neben der Schriftsprache haben.

Die Vielfalt der in Bayern gesprochenen Dialekte muß als Ausdruck eigenständiger Tradition und gewachsener Kultur in einem Europa der Regionen erhalten bleiben.

Dr. Edmund Stoiber, ehem. Ministerpräsident des Freistaats Bayern

 

 

Den Schutz der regionalen Sprachenvielfalt hat sich auch die „Aktionsgemeinschaft Bayerische Sprachen“ zur Aufgabe gemacht, in der sich

*    der „Bayerische Trachtenverband“

*    der „Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien“

*    der „Bayernbund“

*    die „Bayerische Einigung“

*    der „Förderverein Bairische Sprachen und Dialekte“

mit insgesamt rund einer halben Million Mitgliedern zusammengeschlossen haben.

 

Aktionsgemeinschaft Bayerische Sprachen

Ein Bericht von Werner Karl, Sprecher der AG

Vor etwas über zwei Jahren wurde vom Berichter die „Aktionsgemeinschaft Bayerische Sprachen“ gegründet. Ihm gehören neben dem federführenden FBSD, der seinen Wissenschafts- und Schulausschuß einbringt, die Vereinigten Bayerischen Trachtenverbände, der Bund der bayerischen Gebirgsschützenkompanien, der Bayernbund und die Bayerische Einigung an. Sie vertritt damit in sprachlichen Angelegenheiten fast eine halbe Million bayerische Bürger. Weitere Verbände werden zur Mitarbeit eingeladen.

Sein Ziel ist es, den Gebrauch der autochthonen, über die bayerischen Grenzen nach Westen, Osten und Süden hinausreichenden süddeutschen Sprachen zu fördern und auf die Besonderheiten des Südhochdeutschen in Sprachmelodik, Grammatik und Wortschatz auch im sogenannten Binnendeutschen hinzuweisen und der weiteren Ausbreitung einer norddeutsch dominierten Standardsprache im süddeutschen Sprachraum entgegenzuwirken.

Dies soll ereicht werden durch Fühlungnahme mit dem Bayerischen Kultusministerium, den Lehrerverbänden und den Medien. In Gesprächen mit der Schulministerin Monika Hohlmeier, dem Präsidenten des bayerischen Lehrerinnen und Lehrerverband Albin Dannhäuser und in einem Briefwechsel mit der Intendanz des Bayerischen Rundfunks wurden erste Kontakte geknüpft. Jetzt sollen in einem neuerlichen Gespräch mit dem Präsidium des BLLV die Deutschrichtlinien des neuen Grundschullehrplans erörtert werden mit dem Ziel, auf die Formulierung von Kommentaren und in Vorträgen vor Lehrern Einfluß in unserem Sinne auf die leider in vielen Fällen nicht sehr erfreuliche Schulwirklichkeit zu nehmen.

Um das Wissen über die Herkunft, die Bedeutung und die Gefährdung der süddeutschen Sprachen bei den Mitgliedern der AG zu vertiefen, wurde an die verschiedenen Verbände eine Referentenliste verteilt, die nun auch diesem Bericht angefügt ist mit der Bitte an die Mitglieder des FBSD, soweit möglich davon Gebrauch zu machen.

Auf Anregung von Dr. Gleixner und auf Initiative des Fördervereins und der Aktionsgemeinschaft wurde das von Prof. Hess entworfene und von v. Miller gegossene Schmeller-Denkmal in Tirschenreuth restauriert und vom FBSD und der AG die Hälfte der Restaurierungskosten von ca. 2000 Euro übernommen. An den Kosten beteiligten sich mit namhaften Beträgen der Bayernbund, die Bayerische Einigung, der Trachtenverband und der Förderverein. Vertreter dieser Verbände nahmen auch an der Feier zum 150. Todestag von A. Schmeller teil.

 

 

 

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letzte Aktualisierung von dieser Seite: 10. Dezember 2003